Versöhnlicher Ausklang in Urmitz – Beitrag von Christopher Zantopp (Sportartsprecher Leichtathletik und GTV-Athlet)
Unsere Leichtathletik-Senioren Heinz Zantopp (M75) und Christopher Zantopp (M35) haben die Freiluftsaison 2026 abgeschlossen – mit ordentlichen Platzierungen, Zeiten mit Luft nach oben und einem klaren Blick Richtung Hallensaison.
Wichtigster Termin der Saison waren zweifellos die Deutschen Seniorenmeisterschaften am 18. Juli in Mönchengladbach, bei denen Heinz über 100 Meter in der Altersklasse M75 antrat. Der Start gelang ihm gut: Auf den ersten Metern war er vorne mit dabei und hielt Kontakt zur Spitze – ein Moment, den das Foto oben eindrucksvoll festhält (ganz rechts). In der zweiten Streckenhälfte war die Muskulatur dann allerdings nicht mehr so locker wie gewünscht, sodass am Ende 15,88 Sekunden auf der Uhr standen – eine Zeit, mit der er noch nicht ganz zufrieden sein konnte. Der sechste Platz unter elf Startern ist bei einer Deutschen Meisterschaft dennoch ein zufriedenstellendes Ergebnis, zumal das Feld wie erwartet stark besetzt war: Die beiden Erstplatzierten blieben unter 14 Sekunden.
Den Schlusspunkt der Freiluftsaison setzte das Sportfest am 22. August in Urmitz am Rhein. Heinz lief dort 15,90 Sekunden über die 100 Meter und damit seine schwächste Zeit der Saison – erneut war es die zunehmende Spannung in der Muskulatur auf den letzten Metern, die mehr verhinderte. Sein Sohn Christopher zeigte in der M35 mit 14,01 Sekunden einen soliden Lauf und war besser als bei seiner schlechtesten Saisonleistung, blieb aber hinter seiner Saisonbestleistung von 13,80 Sekunden zurück. Auch bei ihm folgte auf eine überzeugende Beschleunigungsphase eine immer festere Muskulatur. Die Ursache ist bekannt: Im Wettkampf sind Nervosität und Anspannung deutlich größer als im Training, wo die Läufe merklich lockerer und damit schneller ausfallen. Genau hier liegt für die kommende Saison Potenzial.
Unterm Strich fällt die Bilanz gemischt, aber ehrlich aus: Die Platzierungen stimmen – zwei Regionsmeistertitel und ein sechster Platz bei einer Deutschen Meisterschaft sind eine zufriedenstellende Ausbeute. Die Zeiten blieben dagegen hinter den eigenen Erwartungen, auch wenn im Seniorenbereich jährliche Steigerungen ohnehin keine Selbstverständlichkeit sind. Nun folgen einige Monate Wettkampfpause, die für die gezielte Vorbereitung genutzt werden. Ab Februar geht es in der Halle über 60 Meter weiter – eine Strecke, die beiden Athleten besser liegen dürfte, da sie in erster Linie über den Start und die Beschleunigungsphase entschieden wird und damit genau den Stärken beider Athleten entspricht. Die Erwartungen sind entsprechend höher.
Der GTV gratuliert zu den Ergebnissen dieser Saison und drückt die Daumen für die Halle!
